• Nadine Rinderknecht

9 Tipps zum innovativen Paper

Aktualisiert: Jan 10

Die Innovation ist ein zentraler Bestandteil des rechtswissenschaftlichen Papers. Doch was macht ein innovatives Paper überhaupt aus und wie schreibt man es? Dieser Beitrag behandelt die 9 Schritte zum innovativen Paper.


Abbildung 1

Vorbemerkungen

Der Fokus dieses Beitrags liegt – so wie auch zuvor des Beitrags 7 Tipps zum Paper über die Digitalwirtschaft – auf den Themen der Digitalwirtschaft. Die Ausführungen können aber auch (ggf. abgeändert) in anderen Bereichen genutzt werden. Zudem sind die verschiedenen Punkte stets kritisch zu hinterfragen und ggf. mit einem (betreuenden) Lehrstuhl zu besprechen.



Die Abstraktheit der Universität(en)


Es ist erstaunlich, dass zumindest an der Universität Zürich keine Vorlesungen/Übungen gehalten werden, worin erklärt wird, was eine Innovation im Bereich der Rechtswissenschaften konkret ausmacht und wie man sie erreichen kann. Und doch soll sie ein integraler Bestandteil von Bachelor-, Masterarbeiten und sonstigen Papers bilden... Fragt man einige der Lehrstühle, was sie unter "Innovation" verstehen, fallen Bezeichnungen wie:

  • Die Meinungen anderer kritisch würdigen,

  • eigene Meinungen wagen,

  • "Out of the Box"-Denken oder

  • neue Modelle und Herangehensweisen entwickeln.

Der Begriff der "Innovation" wird so bereits etwas konkretisiert. Allerdings bleiben die meisten Lehrstühle in dieser Abstraktheit und erklären nicht, wie diese Punkte genau erreicht werden können.



Die 9 Schritte zum innovativen Paper


Schritt 1: Finde einen "freien Platz"


Suche dir zunächst ein Thema aus, das soweit ersichtlich nur wenige Male – oder bestenfalls noch gar nie – bearbeitet worden ist. Ein solcher "freier Platz" kann etwa durch diese Vorgehensweisen gefunden werden:

  • ein "Element" (Näheres zum Begriff siehe unten), das noch nicht behandelt wurde, wird bearbeitet (z.B. ein schon vielfach bearbeitetes Thema wird in einem spezifischen, noch unbearbeiteten Punkt vertieft),

  • zwei alte "Elemente", die jeweils schon behandelt wurden, werden kombiniert und schaffen so etwas Neues (z.B. zwei fremde (innovative) Theorien werden zu einer einzigen vereinigt), oder

Zum Begriff "Element": Das neue Element kann rechtlicher Natur (z.B. neues Urteil, revidierte Norm, innovativer Lösungsansatz in einem Paper) und/oder nicht-rechtlicher Natur sein (z.B. Emerging Technologies, neue Geschäftsmodelle oder Wirtschaftsformen wie Trust Economy). Ein Rechtsgebiet, das noch viele "freie Plätze" beinhaltet, ist z.B. das Datenschutzrecht. Dieses ist noch ein relativ junges Rechtsgebiet, das viele hochumstrittene Bestimmungen enthält und das sich hervorragend für eine Kritik und neue Lösungsansätze eignet. Hier könnte man fast schon sagen: Je kaputter das Rechtsgebiet, desto besser...


M.E. ist dieser erste Schritt einer der wichtigsten, da das Thema den Rahmen bildet, in dem Innovationen geschaffen werden. Ist das Thema bzw. die Forschungsfrage selbst nicht neu/innovativ, wird es schwierig, (grosse) innovative Lösungsansätze hervorzubringen – nur schon deshalb, weil es bereits viele Lehrmeinungen versucht haben. Natürlich kann selbst hier noch eine Innovation geschaffen werden mit einer Lösung, die bis anhin übersehen wurde. Dies ist aber eher unwahrscheinlich bzw. ist das Auffinden dieser Lösung umso schwieriger. Im Ergebnis ist es leichter, aus einem innovativen Thema "mehr rauszuholen" als aus einem bereits stark bearbeiteten Thema.


Beachte aber auch:

  • Es sollte nicht nur ein gutes Thema ausgewählt werden, sondern auch eines, das den Verfasser fasziniert. Dies erleichtert das Schreiben des Papers.

  • Sich auf einem noch unbearbeiteten "freien Platz" zu bewegen bedeutet auch, dass das Auffinden von Lösungen sehr anspruchsvoll werden kann. Dazu ist m.E. besonders ein breites Vorwissen, eine gewisse Erfahrung im Schreiben von Paper sowie ein abstraktes und vernetztes Denken entscheidend. So kann ein zu beschreibendes Element abstrahiert und dann wieder konkretisiert werden. Oder in einfacheren Worten: Man kann sich von etwas "Ähnlichem" inspirieren lassen. Dies kann – je nach dem ausgewählten Thema – aber besonders für Beginner eine grosse Herausforderung darstellen. Sollte das Thema nach einer realistischen Einschätzung also (noch) zu schwierig sein, ist ggf. auf ein anderes Thema auszuweichen, das schon 1-3 Male bearbeitet worden ist. Auf dieser Grundlage kann dann aufgebaut werden (freilich ist dann der Innovations- oder zumindest der Neuheitsgrad tendenziell geringer). Zuletzt siehe aber auch Tipp 6 des Beitrags 7 Tipps zum Paper über die Digitalwirtschaft zum "subsidiären Paper", d.h. das anspruchsvolle Paper kann trotzdem geschrieben werden, allerdings empfiehlt es sich über einen längeren Zeitraum hinweg.



Schritt 2: Wähle ein gutes Timing


Besonders beim Verfassen eines innovativen Papers ist das Timing ganz entscheidend. Das Paper sollte weder zu früh noch zu spät geschrieben bzw. publiziert werden.

Zu früh heisst beispielsweise, dass noch sehr wenig Literatur ausserhalb des Rechts besteht. Hier kann es schwierig sein, überhaupt die Konturen eines (kontroversen) Themas wie einer Technologie zu erkennen, das sich noch im Anfangsstadium befindet und sich noch weiterentwickeln wird (z.B. Decentralized Web). Ein frühes Abstellen auf ein solches Thema rechtfertigt sich nur in Ausnahmefällen (z.B. wahrscheinlich grosser Impact der Technologie).


Andererseits führt ein zu langes Abwarten dazu, dass andere Personen rechtliche Aufsätze über das gewählte Thema publizieren. Dies kann für diejenigen Personen vorteilhaft sein, die mit ihrem Paper kein Risiko eingehen und auf bestehenden Publikationen aufbauen möchten (z.B. Kritik, Ergänzung, andere Schwerpunktsetzung). Personen, die ein Thema als Erste bearbeiten wollen (das soll es ja auch geben...), sollten allerdings nicht zu lange zuwarten. Ein wichtiger Anhaltspunkt für einen guten Zeitpunkt ist eine grosse und wachsende Anzahl an Publikationen ausserhalb des Rechts (z.B. naturwissenschaftliche Paper über 4D Printing). Hier besteht die Chance, dass das Thema etwa aus naturwissenschaftlicher oder ökonomischer Sicht bereits fundiert behandelt wurde, eine rechtliche Sicht allerdings noch fehlt. Zur Abschätzung des richtigen Timings kann auch Schritt 3 ("Schätze den Impact ein") beitragen.



Schritt 3: Schätze den Impact ein


Nachdem ein interessantes Thema ausgewählt und auf das Timing überprüft wurde, sollte abgeschätzt werden, ob es in Zukunft auch einen (bedeutenden) Impact haben wird. Es ist nicht sinnvoll, über etwas Neues zu schreiben, wenn es in Zukunft doch wieder obsolet oder zumindest nicht sehr relevant sein wird.


Wie kann der Impact eines Themas bzw. Papers beurteilt werden? Da diese Frage leider nicht mit einem Blick in die Kristallkugel beantwortet werden kann, muss mit Indizien gearbeitet werden. Folgende Indizien könnten für einen Impact sprechen:

  • Bereits jemand anderes sieht den Impact des Neuen voraus (z.B. Gartner Hype Cycle).

  • Über das Neue wurde ausserhalb der Rechtswissenschaften schon vielfach publiziert (z.B. naturwissenschaftliche Paper zum 4D Printing oder Mind Reading). Besteht das Neue in einer Emerging Technology, ist dies ein Indiz dafür, dass die Technologie selbst einen Impact haben könnte – und deshalb auch ihre rechtliche Analyse.

  • Das Neue wurde (auch) von einer einflussreichen Person/Unternehmen/Organisation begründet und wird von ihr in Richtung Marktreife getrieben (z.B. hat Tim Berners-Lee samt Inrupt Inc. und World Wide Web Consortium einen massgeblichen Einfluss auf das Decentralized Web).

  • Das Neue steht in einem Kontext, der einen Impact haben könnte (z.B. vertrauenswürdige Technologie wie die Blockchain in der Trust Economy).

Beachte aber auch: Das Leben ist aufgrund seiner Komplexität nur schwer vorhersehbar. Z.B. hat selbst das Forschungs- und Beratungsunternehmen Gartner Inc. die Blockchain, welche heute als wichtige "Foundation Technology" angesehen wird, erst acht Jahre nach ihrer Begründung in den Hype Cycle aufgenommen (2016). Und dies zu einer Zeit, wo die Blockchain schon fast den "Peak of Inflated Expectations“ (Hype) erreicht hatte. Die Abschätzung des Impacts sollte deshalb keine zu grosse Bedeutung einnehmen. Dennoch sollte man von Themen absehen, deren zukünftige Wichtigkeit offensichtlich in Frage zu stellen ist.



Schritt 4: Schaffe die Grundlagen


In einem vierten Schritt muss ein Überblick über das Thema gewonnen werden. Dazu gehört zunächst ein vertieftes Einlesen in die einschlägige Literatur, wobei auch gerne ausserhalb des Themas recherchiert werden kann. Möglicherweise kann dieses "überschiessende" Wissen später noch nützlich werden (z.B. Inspiration, Erkennen von Zusammenhängen).


Danach kann das gewonnene Wissen zu Papier gebracht werden. Da ein Thema sehr schnell sehr komplex werden kann, ist es wichtig, dass die Gedanken geordnet niedergeschrieben werden (z.B. in einem Kapitel über die Grundlagen zum Thema). Denn die Grundlage, auf der man innovativ aufbauen möchte, muss so übersichtlich und verständlich wie möglich sein. Ein gutes Mittel dazu ist das Abstrahieren. Hierbei werden die Inhalte gruppiert und die Gruppen allgemein beschrieben. So werden übergeordnete Zusammenhänge zwischen den Gruppen ersichtlich, die später bei Bedarf wieder konkretisiert werden können.


Zudem ist es wichtig, den "Kern" einer Sache zu erkennen. Teilweise wird fälschlicherweise davon ausgegangen, etwas bei der ersten Lektüre verstanden zu haben. Werden aber komplexe Gegenstände behandelt, empfiehlt es sich z.B. 3-4 Kommentare zum gleichen Artikel zu lesen. Damit wird ersichtlich, um was es bei einer bestimmten Bestimmung wirklich geht. Ansonsten besteht die Gefahr, dass es entweder falsch verstanden oder dass später bei den innovativen Überlegungen, die auf den Grundlagen aufbauen, an der Sache vorbei argumentiert wird.



Schritt 5: Fülle den "freien Platz" mit Innovationen


Fünftens ist das Thema innovativ zu bearbeiten. Wie einleitend dargestellt wurde, kann sich die Innovation besonders auf die kritische Würdigung fremder Meinungen und/oder auf eigene Lösungsansätze beziehen.

  • Hinterfrage den Mainstream: Ist es die beste Lösung? Funktioniert die Lösung zwar noch heute, aber besteht eine Entwicklung, welche das Funktionieren der Lösung in der Zukunft in Frage stellt? Weiche allerdings nur dann von der Mehrheitsmeinung ab, wenn du sehr gute Gründe hast. Mittelmässige Gründe überzeugen nicht.

  • Finde ein Problem, das noch nicht gelöst wurde (oder das du besser lösen kannst): Eine eigene Lösung kann darin bestehen, eine fremde Lösung bloss weiterzuentwickeln oder aber eine eigene, eigenständigere Lösung zu finden. Hierzu kann man sich von fremden Lösungen auch inspirieren lassen. Ggf. bestehen ähnliche Probleme in anderen Rechtsgebieten, die bereits eine gute Lösung gefunden haben. Diese Lösung braucht dann nur noch auf das neue Problem angepasst zu werden. Darüber hinaus kann man schauen, welchen Sinn und Zweck eine fremde Lösung verfolgt und – sollte der Sinn und Zweck nicht selbst zu kritisieren sein – kann nach einer eigenen Lösung gesucht werden, die den Sinn und Zweck besser erfüllt.

  • Oft verlieren sich fremde Meinungen in Kleinigkeiten (z.B. Subsumption unter ein Tatbestandsmerkmal). Dann kann geprüft werden, ob die fremde Lösung auch einem übergeordneten Sinn und Zweck (z.B. der Bestimmung) entspricht.

  • Stell dir vor, du diskutierst über das Problem, das du lösen möchtet, mit einer inspirierenden Person. "Sie“ wird dir interessante Antworten geben.

Ansonsten: Versuche zu erkennen, was einflussreiche Paper ausmacht. Diese sind oft (aber nicht immer!) auch innovative Paper, die:

  • viel zitiert werden (z.B. siehe Rankings in Journals, sofern vorhanden; Paper wird zuoberst in Google Scholar angezeigt),

  • wichtige Preise gewonnen haben.

Weitere, konkretere Vorgehensweisen könnten demnach sein:

  • Erkenne eine gesellschaftliche Veränderung, die deiner Meinung nach nicht mehr auf das geltende Recht passt und schlage eine neue Lösung vor (insb. Fundamentalkritik). Beispiel: hier.

  • Erkenne die Anfänge einer Entwicklung, beschreibe sie und präge den Begriff dazu, indem du einen griffigen Begriff prominent im Paper platzierst (z.B. im Titel). Beispiel: hier.

  • Erkenne einen "grossen freien Platz" und schreibe ein umfassendes Paper darüber (40-50 Seiten). Wichtig ist hierbei ein sehr gut strukturiertes Literaturverzeichnis zwecks Übersichtlichkeit. Zudem ist das Timing ganz entscheidend (siehe Schritt 2). Das Paper sollte weder zu früh (unausgereifter Forschungsgegenstand) noch zu spät (andere Menschen kommen dir zuvor) verfasst werden. Beispiel: hier.

Last but not least: Never follow the mainstream.

Abgesehen davon, dass m.E. der Mainstream das Zuhause der grössten Langeweile ist, sticht man nicht aus der Masse heraus.



Schritt 6: Schränke die Innovation ein


Meist ist es notwenig, dass die gefundene Innovation wieder eingeschränkt wird. Hierbei kommen u.a. die folgenden Fallkonstellationen in Betracht:

  • Passe die Radikalität deiner Lösung dem Problem an: Fundamentalere Probleme erfordern eine radikalere Innovation als oberflächlichere Probleme. Bei Letzteren ist oft eine weniger radikale Lösung sinnvoller. Im Umkehrschluss: Radikale Innovationen sind nicht in jedem Fall die beste Lösung.

  • Wird etwas Neues vorgeschlagen, sollte man die mögliche Kritik anderer vorhersehen und ihr durch eine Relativierung zuvorkommen. Stellt das Neue beispielsweise nur in bestimmten Fällen die bessere Lösung dar, kann die Wichtigkeit des Neuen relativiert und explizit auf diese Fälle eingeschränkt werden. Oder es kann sein, dass das Neue nicht nur alte Probleme löst, sondern auch neue schaffen wird. Die Bedeutung der neuen Lösung muss deshalb relativiert werden. Allerdings kann in einem zweiten Schritt argumentiert werden, dass der neue Lösungsansatz gesamthaft betrachtet trotzdem vorteilhafter ist.

  • Oft ist es so, dass zunächst Extrempositionen vertreten werden und sich erst mit der Zeit ein Gleichgewicht in der Mitte einpendelt. Geht die herrschende Meinung beispielsweise von A aus und dein Paper möchte eigentlich nur für B plädieren, kann es trotzdem sinnvoll sein, wenn die beiden Extrempositionen A und B schon in deinem Paper zu einer universelleren Lösung zusammengefasst werden. Damit kann dem Prozess zu einer ausgeglicheren Lösung (bis zu einem gewissen Grad) zuvorgekommen werden und man riskiert weniger, dass jemand anderes die Theorie vervollständigt. Beispiel: Es kann sein, dass auch die Extremposition A Vorteile hat, die nicht von der Extremposition B vollständig abgedeckt werden können. Beide Vorteile können so in einer Theorie kombiniert werden, während die Nachteile von A und B so gut wie möglich reduziert werden. Im Ergebnis mag der Ansatz B zwar auf den ersten Blick für sich alleine überzeugen. Die Weitsichtigkeit gebietet aber ein ausgewogener Lösungsansatz von A + B schon von Anfang an. (Würde das Paper durch A + B aber zu umfassend werden, kann in einem ersten Paper nur B und erst in einem zweiten Paper A + B behandelt werden).



Schritt 7: Lasse die Innovation reifen


Besonders bei disruptiven Innovationen kann es sinnvoll sein, wenn das Paper (soweit die Zeit dies zulässt) auf die Seite gelegt wird und über ein paar Wochen oder gar Monate immer mal wieder angeschaut und hinterfragt wird. Es geht hier nicht primär um das Auffinden von Grammatikfehlern, sondern um das "reifen" der Innovation. Teilweise wird man an einen Punkt kommen, wo man davon überzeugt ist, dass das Paper nicht mehr besser werden könne. Am Tag danach tauchen aber doch wieder neue interessante Gedanken auf. Oder die Struktur des Inhaltsverzeichnisses lässt sich ordentlicher und übersichtlicher darstellen. Kurzum: Lasse die Innovation reifen und komme zu immer ausgeklügelteren Lösungen.


Beachte aber auch:

  • Ein Warten über einen längeren Zeitraum hinweg kann zu einer (zu) grossen Komplexität des Papers führen, da ggf. (zu) viele Gedanken hinzugefügt werden. Möglicherweise ist dann das Paper in zwei oder mehr Teile aufzuspalten.

  • Das Paper wird nie perfekt sein. Warte also nicht zu lange mit der Abgabe/Publikation.



Schritt 8: Sorge für die Diffusion des Papers


Das beste Paper ist nichts wert, wenn es nicht gelesen wird. Sorge also unbedingt für die Verbreitung deines Papers. Dazu könnte es nützlich sein, wenn:

  • das Paper auf Englisch geschrieben wird (grösserer Adressatenkreis),

  • das Paper in einer Zeitschrift publiziert wird, die viele Leser erreicht. Dies ist besonders eine Zeitschrift, die Open-Access oder z.B. auf Swisslex/Beck verfügbar ist,

  • das Paper auf weiteren Webseiten wie SSRN, ResearchGate, Academia.edu etc. verbreitet wird (sofern möglich),

  • vom Paper eine kurze Zusammenfassung geschrieben wird. Dies bietet sich besonders bei langen Paper von über 15 Seiten an. M.E. müssen die Hürden zum Inhalt des Papers für den Leser so weit wie möglich herabgesetzt werden. Da die Leser oft nicht mehr als 8-12 Seiten präferieren, könnten sie vom Umfang eines längeren Papers abgeschreckt werden. Es ist also besser, wenn die Leser eine blosse Zusammenfassung lesen als gar nichts. Eine faszinierende Zusammenfassung kann zudem den Leser dazu animieren, das Paper doch noch ganz zu lesen,

  • die Publikation des Papers auf Social Media angekündigt wird (z.B. LinkedIn, Twitter).



Schritt 9: Kehre zu Schritt 1 zurück


Glückwunsch! Du hast nun alle Schritte durchlaufen und es wird Zeit für das nächste Paper. Hierzu noch ein paar allgemeine Ratschläge:

  • Bei allem Idealismus... Erkenne, dass ein Paper faktisch nichts anderes ist als ein wirtschaftliches Gut, das auch der ökonomischen Logik folgt (z.B. Problem lösen, Neuheit/Innovation anpreisen, Marketing). Denke also bei allen Schritten auch – aber nicht nur – strategisch.

  • Lerne aus deinen Fehlern (oder aus den Fehlern von anderen).

  • Insbesondere radikal-innovative Paper können zumindest am Anfang auf breite Ablehnung stossen. Mache trotzdem weiter.



Seid ihr mit diesen Tipps einverstanden? Oder habt ihr Verbesserungsvorschläge? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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